Der Halsschmuck besteht aus einem Stab aus Bismuth, in den eine Schnur durchgehend eingegossen wurde. Bismuth ist ein brüchiges Metall mit einer silbrig weißen Farbe, welches ohne Probleme mit der Hand gebrochen werden kann.
Um die Arbeit als Schmuckstück tragen zu können, muss der Stab gebrochen werden. Diese Handlung ist zwingend notwendig. Das Brechen des Stabes ruft unangenehme Gefühle hervor; es fühlt sichfalsch an, etwas zu zerstören. Der Akt ist irreversibel, das Objekt kann nicht mehr in seine ursprüngliche Form zurückgeführt werden.
Diese Unumkehrbarkeit bindet den Moment der Entscheidung dauerhaft an das Objekt und an die Person, die ihn vollzieht. Die ursprüngliche Form wird zerstört, während gleichzeitig etwas Neues entsteht.
Diese Interaktion ist ein zentraler Bestandteil des Kunstwerks. Die Arbeit lädt zur Beteiligung ein und ist nicht passiv. Ohne die Handlung des Trägers bzw. der Trägerin ist die Arbeit nicht vollständig.
Ein emotionsloser, kalter Stab wird zu etwas Intimem. Die Beziehung zwischen Mensch und Objekt bildet den zentralen Punkt der Arbeit; erst durch das Handeln wird sie aktiviert.
Die entstandene Kette ist der fragmentierte Stab.